Fertigungsprozess

 

Durch die langjährige Partnerschaft mit unseren Rohstofflieferanten und Maschinenherstellern wissen wir genau, was wir unseren Produkten und Maschinen abverlangen können.

Nur durch dieses Know-how und die stetige Weiterentwicklung können wir das Potenzial unseres Maschinenparks optimal nutzen und unsere „Verpackungen in Bestform" realisieren.

Der Fertigungsablauf der Neudel Verpackungen GmbH im Bereich Styropor

Das Granulat

Das angelieferte Granulat hat einen Durchmesser von 0,01 bis 3,00 mm. In diesem Prozessschritt beinhaltet das EPS-Granulat ca. 4-6 % Pentan.

 

Das Vorschäumen

Im Vorschäumprozess wird das EPS-Granulat im Vorschäumer mit Wasserdampf von ca. 100°C bis 120°C vorgeschäumt. Der Wasserdampf und der Dampfdruck des Pentans erweichen das Granulat. Pentan als Treibmittel bläht den Stoff auf. Das Volumen der Teilchen steigt hier um das maximal 50-fache des ursprünglichen Volumens. Das EPS hat nun die gewünschte Dichte i. d. R. zwischen 16-30 g/m³. Es ist jedoch auch möglich für schwere Formteile eine Dichte bis zu 120 g/m³ zu erreichen.

In unserem Haus können wir sowohl airpop® (Styropor®), PIOCELAN® als auch Neopor® vorschäumen.

 

Das Zwischenlagern

Im nächsten Schritt wird das EPS-Granulat in belüfteten Silos zwischengelagert. Das in den Zellen vorhandene Treibmittel Pentan, sowie der Wasserdampf kondensieren und es entsteht ein Unterdruck. Zum Ausgleich diffundiert Luft ein. Das EPS hat nun eine höhere mechanische Stabilität und Blähkraft.

 

Das Ausschäumen

Nachdem die Form auf den Formteilautomaten aufmontiert ist, findet der zweite Prozessschritt, das sogenannte „Ausschäumen", statt. Dazu wird das vorgeschäumte EPS-Granulat in das geschlossene Werkzeug gesaugt oder geblasen. Das Zellgerüst des Thermoplasts EPS wird mithilfe von Wasserdampf noch einmal erweicht und durch das Treibmittel-Luft-Gemisch erneut aufgebläht.

Durch den Expansionsdruck, sowie die erhöhte Temperatur verschweißen die Perlen zu einem Formteil, das sich aus 2 % EPS und 98 % Luft zusammensetzt.

 

Das Endprodukt

Als Endprodukt entsteht ein ausgeformtes Produkt mit hoher Isolationsfähigkeit und Stoßfestigkeit.

Von technischen Teilen, über Schutzecken bis hin zu Transportboxen und Isolationskörpern, werden hier zahlreiche individuelle Formteile aus Styropor gefertigt, verpackt und dann auf den Weg zum Kunden geschickt.

 

Das Recycling

Nach der Nutzungsphase beim Kunden, können die EPS-Abfälle auf drei Wege recycelt werden: werkstofflich, rohstofflich und energetisch.

Beim werkstofflichen Recycling werden die EPS-Verpackungen durch einfache Schmelzprozesse wieder zu Polystyrol umgewandelt und können so zur Herstellung neuer EPS-Produkte verwendet werden.

Bei der energetischen Verwertung wird das EPS zur Erzeugung von Fernwärme in Wärmeheizkraftwerken eingesetzt. So kann mit 1 kg EPS 1,3 l Heizöl eingespart werden. An diesem Punkt trägt EPS zur Ressourcenschonung bei.

Es ist auch möglich, das EPS durch chemische Prozesse in hochwertiges synthetisches Rohöl umzuwandeln, was wiederum zur Herstellung von Kunststoffen eingesetzt wird.

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